Vorarlbergs Standschützen im Ersten Weltkrieg

Am Pfingstsonntag, dem 23. Mai, kam es zum Ausmarsch der Standschützen. Noch einen Tag vorher wurden Schießübungen mit dem neu zugeteilten fünfschüssigen Gewehr M.1888 abgehalten, das vom Deutschen Bündnispartner zur Verfügung gestellt wurde. Einzeln oder in kleinen Gruppen, teilweise noch bei Nacht aufgebrochen, marschierten von den entlegenen Höhen, Tälern und Weilern kommend die Standschützen, häufig begleitet von ihren Angehörigen, dem nächsten Sammelplatz zu. Als Feldzeichen trugen sie ein paar Eichenlaubblätter, entweder an die Mütze oder in den Gewehrlauf gesteckt, wie es schon zu Zeiten des Feldmarschalls Radetzkys üblich war, wenn man zu einer Schlacht ausrückte. Am ersten Sammelplatz zu Zug- oder Kompaniestärke formiert, ging es weiter zum zuständigen Bezirksschießstand, wo sich die Bataillone bildeten. Hier erfolgten nochmals die Abnahme des Fahneneides und eine kirchliche Segnung der ausrückenden Truppen, um mit Gottes Unterstützung in einen gerechten Krieg zu ziehen.

Inspizierung der Bregenzer Schützen am 18./19. April 1915

Die Standschützen von Feldkirch/Tosters vor dem Abmarsch am 23. Mai 1915

Der Train während des Aufmarsches im Fleimstal

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