Entstehung der Schützenkompanien und die Rückkehr der Standschützen
Entstehung der Schützenkompanien und die Rückkehr der Standschützen
Nach dem Ende der alten Wehrordnung entstanden in Tirol ab den 1870er-Jahren vermehrt Schützenkompanien, die als Verein organisiert waren. Diese hatten jedoch einen gänzlich anderen Charakter als die einstigen Standschützen:
- Sie waren zivile Vereinigungen.
- Sie widmeten sich dem Schießsport, der Pflege von Brauchtum und dem Ausdruck patriotischer Gesinnung.
- Sie hatten aber keine militärische Funktion.
Gleichzeitig wuchs bei vielen Tirolern der Wunsch, wieder eine Rolle in der Landesverteidigung einzunehmen. Dies führte 1887 zu einer politischen Neuerung: Der § 14 des Militärorganisationsgesetzes sah vor, dass in Tirol und Vorarlberg die Organisation der Landesverteidigung durch Standschützen erfolgen kann.
Damit wurden die Standschützen offiziell als Miliz wieder anerkannt – allerdings mit ganz spezifischen Rahmenbedingungen. Sie waren:
- militärisch organisiert
- uniformiert
- lokal strukturiert (nicht kaserniert)
- dem k.k. Militärkommando unterstellt