Die Kampfhandlungen 1915

Die Gedenkstätte am Sellepass

Das zerstörte Bambergerhaus

Dies führte dazu, dass eine neue Frontlinie zu erstellen war, was auch mit umfangreichen Stellungsbauten bewerkstelligt wurde. Das Bambergerhaus, nun unmittelbar im Frontbereich gelegen, ein idealer Zielpunkt für die italienische Artillerie, wurde durch Beschuss zerstört.

Im Oktober kam es zu einem größeren infanteristischen Angriff der Italiener am Fedaiapass. Die Bregenzer Standschützen waren an den Abwehrkämpfen beteiligt, hatten aber keine größeren Verluste zu erleiden.

Feldwache der Feldkircher Standschützen auf Litegosa

Das Feldkircher Bataillon, stationiert nach dem Aufmarsch im Gebiet von Val Sorda und des Cauriols hatte ihr zugewiesenes Einsatzgebiet durch Patrouillen zu erkunden und aufzuklären. Am 4. Juni erreichte eine fünfköpfige Patrouille nach einem 14-stündigen Marsch die Forcella Magna, wo sie unerwartet auf eine stärkere italienische Abteilung stieß, die sofort das Feuer eröffnete. Die Patrouille löste sich in Schwarmlinie auf und versuchte, sich unter Ausnutzung der mangelhaften Deckung zurückzuziehen. Der Rückweg war ihnen aber bereits durch Umgehung durch die feindlichen Truppen abgeschnitten. Bei Einbruch der Dunkelheit gelang es noch zwei Standschützen, sich vom Feind abzusetzen und die eigene Linie zu erreichen. Die restlichen drei Männer, zwei Standschützen und ein Landsturm­­soldat, gerieten in Gefangenschaft.

Der Kampf am Presenagletscher (Gemälde von Hans Bertle)

Die 3. Kompanie (Montafon) des Bataillons Bludenz
Foto: Gemeindearchiv Schruns

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