Das Bataillon Bezau im Rayon III
Das Bataillon Bezau im Rayon III
Die ursprüngliche Reichsgrenze im Süden dieses Rayons wurde aus taktischen Gründen zu Beginn des Kriegsausbruchs aufgegeben und eine Verteidigungslinie nördlich davon errichtet. Die Straße vom Idrosee aus, die in nördlicher Richtung dem Tal der Chiese entlang ins Tiroler Kernland führte, wurde südlich von Bondo durch einige Befestigungen und Straßensperren gesichert. Dies waren die Befestigungen Corno, Revegler, Larino und Danzolino. Etwas südlicher davon, in etwa auf der Höhe der Ortschaft Creto gelegen, sperrte das Panzerwerk Carriola die Durchzugsstraße im Tal. Dieser Komplex von fünf Festungen nannte sich Sperrgruppe Lardaro, wobei einzig das Werk Carriola mit vier 10-cm-Turmhaubitzen M.9 ein kampfstarkes Werk darstellte. Die restlichen vier Forts wurden bereits zu Kriegsbeginn desarmiert und zu Infanteriestützpunkten umgestaltet.
Sperrgürtel Lardaro im Chiesetal
Foto: Sammlung Werner Beer / Bezau
Verbindungsgang Mazzon-Monte Cadria
Foto: Sammlung Werner Beer / Bezau
Teilweise wurden die Standschützen als Infanteriebesatzung den Sperrwerken zugeteilt, andere wieder mussten die Stützpunkte und Feldwachen in den unwirtlichen Bergen Judikariens besetzen. Diese Dienste, meistens in Gruppen- oder Zugstärke ausgeführt und auf eine große geografische Fläche verteilt, unterstanden einem ständigen zeitlichen Wechsel. Für die auf solche Feldwachen und Stützpunkte im Gebirge abgestellte Mannschaft, oftmals wochenlang von ihren Einheiten getrennt, war dies ein anstrengender Dienst. Es herrschte Tag und Nacht Alarmbereitschaft und der Kleinkrieg der Patrouillen war nervenaufreibend. Da die eigene zur gegnerischen Frontlinie nicht immer unmittelbar in nächster Nähe verlief, waren ständig Erkundungen durchzuführen. Es musste verhindert werden, dass sich feindliche Truppen im Niemandsland festsetzten und dadurch eigene Stellungen gefährdeten.
Beerdigung der letzten beiden Lawinenopfer im Frühjahr 1916
Das Jahr 1915 hatte den sechs Vorarlberger Standschützeneinheiten folgende Verluste an der Front und in der Heimat gebracht:
Gefallen oder Tod durch Verwundung oder Krankheit: 25 Mann
In Gefangenschaft geraten: 2 Mann