Die Aufstellung des Alpenkorps

Krafft wird „Führer des Alpenkorps“
Foto: Archiv Effekt

Der aus den verschiedenen Gebirgs- bzw. Schneeschuh-Abteilungen, -Bataillonen, -Kompanien/-Batterien und -Zügen ad hoc zusammengefasste neue Großverband für die neue Front gegen Italien erhielt den Namen „Deutsches Alpenkorps“. Zunächst sorgte diese Bezeichnung für nicht unerhebliche Irritationen. Das „Alpenkorps“ war nämlich kein „Korps“ in der klassischen Hierarchie der militärischen Führungsebenen, sondern lediglich eine Infanteriedivision, wenn auch eine verstärkte. Der Auftrag, erstmals in der deutschen Militärgeschichte einen von Beginn an gebirgs- und winterkampffähigen Großverband[1] aufzustellen und diesen im Einsatz zu führen, ging an Generalleutnant Konrad Krafft von Dellmensingen, zu dieser Zeit der Generalstabschef der 6. Armee.

[1] Wegen ihrer Gebirgsausrüstung galt die um die bereits um die Jahreswende 1914/15 für die Vogesenfront aufgestellte k. b. 8. Reserve-Division ebenfalls als Gebirgstruppe. Unter Berufung auf ihre bisherige Gebirgserfahrung stellte die Division im Mai 1915 den (allerdings vergeblichen) Antrag auf eine Verwendung in Tirol.

Feldkircher Standschützen und Soldaten eines Bayerischen Jägerbataillons im Fleimstal, Sommer 1915
Foto: Sammlung Peter Tschernegg / Dornbirn

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