Vorbereitende eisenbahn-technische Maßnahmen
Vorbereitende eisenbahn-technische Maßnahmen
Am Abend des 5. Mai meldete die Zentraltransportleitung dem Chef des Feldtransportwesens, dass die Eisenbahnlinienkommandos Triest (ELK 9), Villach (ELK 8) und Innsbruck (ELK 7) zu Mitternacht auf den 6. Mai eigene Instradierungsbefugnis[1] erhalten. Während die Bereiche der ELKs Villach und Innsbruck unverändert „so, wie sie im Frieden sind“ blieben, wurde der Bereich des ELK Triest auf der Südbahn bis Steinbrück erweitert.[2]
Mit 9. Mai legte die Zentraltransportleitung einen Bericht über den Baufortschritt der Bahnausgestaltungen seit Kriegsbeginn im Südwesten der Monarchie vor. Im Bereich der Linien der Südbahn wurden folgende Ergebnisse aufgeführt:
Bahnhof Branzoll: hergerichtet für 8/100-achsige Züge
Bahnhof Salloch (bei Laibach): vorbereitet für 8/100-achsige Züge
Bahnhof von Marburg: ausgebaut für 9/100-achsige Züge
Loitsch: nördliche Einbindung fertiggestellt
Villach-Hauptbahnhof: zwei fehlende Gleise fertiggestellt
Ober-Drauburg: ein Stationsgleis im Bau
[1] Instradierungsbefugnis: die Befugnis, den Beförderungsweg von Eisenbahnzügen selbstständig festzulegen [2] AOK Qu.-Abteilung Feldtransportwesen Ktn. 2784, Eb. Nr. 2281, 5. Mai 1915, 19:00 Uhr, Österreichisches Staatsarchiv/Kriegsarchiv Wien (ÖStA//KA).
Im Bereich der k.k. Staatsbahnen waren fertiggestellt worden:
Betriebsausweiche Auwald: für 40/100-achsige Züge (zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Strecke Leoben–St. Michael)
St. Michael: Zulegung eines Gleises sowie Errichtung eines Aufstellbahnhofs für 20/100-achsige Züge bei 1.000 m benützbarer Gleislänge St.-Veit-Güterbahnhof: vier Gleise
Klagenfurt: Zulegung von vier Gleisen
Linie Assling–Laibach: für 15/100-achsige Züge[3]
[3] AOK Qu.-Abteilung Feldtransportwesen Ktn. 2784, Eb. Nr. …, 9. Mai 1915, ÖStA/KA.