Major Lapp – der militärische Ausbildungsleiter der Standschützen
Major Lapp – der militärische Ausbildungsleiter der Standschützen
Ritterkreuzträger Major Lapp (noch rekonvaleszent) am 29. August 1944 in Innsbruck
Foto: Privatbesitz des Verfassers
An dieser Stelle ist es notwendig, ein paar Worte über den militärischen Ausbildungsleiter der Standschützen, Major Karl-Walter Lapp, zu verlieren: Er wurde am 2. Mai 1913 in Gießen an der Lahn geboren und trat als passionierter Bergsteiger und Skiläufer Ende Oktober 1935 als Freiwilliger in das Gebirgsjägerregiment 99 ein. Dieses war unter der Führung des später zum Generaloberst aufgestiegen Eduard Dietl eine Elitetruppe der deutschen Gebirgsjäger.[1] Am 14. August 1944 wurde Major Lapp für seine militärischen Leistungen als Kommandeur des Skibataillons 82 bei Ssenosero, Karelien, das Anfang Juli 1944 vom Gegner abgeschnitten wurde, mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Schwer verwundet hielt er zwei Wochen den Brückenkopf gegen zwölf mit weit überlegenen Kräften geführte Angriffe. Durch eigenen Durchbruch unterstützte er die zum Entsatz herbeigeeilten Truppen und stellte die Front wieder her.[2] Lapp wohnte während des Krieges mit seiner Familie in Landeck. Er war der Wunschkandidat Hofers als Leiter der militärischen Ausbildung der Standschützen.[3] Nach dem Krieg gründete er einen Handwerksbetrieb. Am 19. Dezember 2005 wurde Major a. D. Lapp zur „Großen Armee abberufen“.[4]
[1] Kaltenegger, Roland: Major Karl Walter Lapp – Vom Karelienkämpfer zum Ausbildungsleiter der Tiroler Standschützen, Würzburg 2011, S. 15 ff. [2] Alpenheimat, Kalender für Stadt und Land, 1945, Major Karl Lapp. [3] Alpenheimat 1945 [4] Kaltenegger, Major Karl Walter Lapp, S. 155.