Die Mantua-Fahrt und das Gedenken an Andreas Hofer
Die Mantua-Fahrt und das Gedenken an Andreas Hofer
Ein besonderer Höhepunkt meiner Nähe zum Passeirer Landsmann Andreas Hofer war die erste Mantua-Fahrt im Jahr 1969 mit dem Besuch des damals noch sehr schlichten Gedenksteins. Als Mitglied des Chores der Lehrerbildungsanstalt (LBA), deren Maturaklasse ich damals besuchte, bekam ich von unserem weitum geschätzten Musiklehrer Prof. Peter Hölzl die Möglichkeit, bei der Gedenkfeier in Mantua die beiden bekannten Lieder „Ach Himm’l es ist verspielt“ und „Zu Mantua in Banden“ zu singen. Der Heimatpflege-Verein Meran hatte Busse für seine Mitglieder, einige Gäste aus Nordtirol und uns Sänger der LBA organisiert. Der rührige Leiter Paul Brugger erklärte während der Fahrt und der Kurzaufenthalte in Trient und der Stadt Mantua die wechselvolle Geschichte und Bedeutung berühmter Bauten dieser Gebiete. Wir hatten sogar die Möglichkeit, den Trienter Dom und das beeindruckende Schloss der Gonzaga in Mantua zu besichtigen. Dies erweiterte mein Wissen und meine Erkenntnisse betreffend die Geschichte der früher zu Österreich gehörenden Gebiete Oberitaliens und die des Tiroler Freiheitskampfes im Besonderen.
Den Höhepunkt dieser Mantua-Fahrt bildete aber die schlichte Feier vor der Grabstelle Andreas Hofers. Wir waren sehr beeindruckt, aber auch stolz, bei dieser Gelegenheit mit unseren Stimmen zum Gelingen des würdigen Gedenkens beitragen zu dürfen. In kurzen Ansprachen wurden die Bemühungen der Stadt Mantua, Andreas Hofers Leben zu retten, hervorgehoben und die Umstände seiner „Umbettung“ in die Innsbrucker Hofkirche nachgezeichnet.
In unserer Familie und Talschaft blieb und bleibt das Gedenken an Andreas Hofer wach, und ich habe, so wie auch meine Geschwister, in den letzten Jahrzehnten wohl kaum eine der Feierlichkeiten anlässlich seines Todestages am 20. Februar ausgelassen.
Und jede Fahrt in meine „Pseirer“ Heimat führt mich direkt an seinem Geburtshaus vorbei …