1767
Am 22. November wird Andreas Hofer in St. Leonhard im Passeier geboren.
Am 22. November wird Andreas Hofer in St. Leonhard im Passeier geboren.
Hofer wird mit 13 Jahren zur Familie von Miller nach Cles im Nonstal in Welschtirol geschickt, um die italienische Sprache sowie das Gewerbe als Wirt und Händler zu erlernen.
Andreas Hofer arbeitet im Gasthof Armani-Zanini in Ballino/Trentino.
Rückkehr nach St. Leonhard im Passeier.
Übernahme des väterlichen Erbes als Wein- und Pferdehändler und Hochzeit mit Anna Ladurner.
Abgeordneter zum Tiroler Landtag für das Passeier.
Korporal in einer Meraner Landsturmkompanie.
Hauptmann und Kommandant der 1. Passeierer Landsturmkompanie.
Andreas Hofer trifft Erzherzog Johann im Sandhof.
26. Dezember: Friede von Preßburg. Österreich muss Tirol an Bayern abtreten.
Briefwechsel zwischen Andreas Hofer und Erzherzog Johann.
Andreas Hofer als Mitglied einer Tiroler Deputation in Wien.
Andreas Hofer in Wien. Geheime Gespräche mit Erzherzog Johann und Josef Freiherr von Hormayr über Vorbereitungen zum Aufstand gegen Napoleon in Tirol.
Schlacht bei Sterzing gegen bayerische Truppen.
Aufstand gegen die Fremdherrschaft.
Erste Schlacht am Bergisel.
Nachdem die französischen Truppen Rovereto in Richtung Verona verlassen hatten, rückten das Habsburger-Heer und die Tiroler Rebellen unter Andreas Hofer in die Stadt ein.
Ganz Tirol (außer Kufstein) ist befreit.
Andreas Hofer wird zum Oberkommandant über die Tiroler Truppen ernannt.
Erhebung Andreas Hofers in den erblichen Adelsstand. Bis heute ist unbekannt, ob Hofer davon Kenntnis erlangte.
Zweite Schlacht am Bergisel.
Die Franzosen und Bayern werden besiegt und ins Tiroler Unterland zurückgedrängt.
Waffenstillstand von Znaim. Die Franzosen besetzen erneut Tirol. Andreas Hofer hält sich zu der Zeit im Nonstal auf, wo er zum Wallfahrtsort San Romedio pilgert, um Gottes Beistand zu erbitten.
Anordnung von Erzherzog Johann, Tirol nicht zu räumen.
Dritte Schlacht am Bergisel.
Die Franzosen und Bayern werden erneut besiegt.
Andreas Hofer wird von Kaiser Franz I. zum Statthalter von Innsbruck eingesetzt.
Im Schönbrunner Frieden wird Tirol abermals an Frankreich bzw. Bayern abgetreten, was in Tirol als Betrug angesehen wird, wodurch Andreas Hofer zum Widerstand aufruft.
Vierte Schlacht am Bergisel.
Die Truppen Andreas Hofers werden von den Franzosen besiegt. Weitere Widerstandsversuche brechen zusammen.
Proklamation Andreas Hofers zum Einstellen des Widerstandes.
Andreas Hofer muss nach Südtirol fliehen und versteckt sich auf der „Kellerlahn“, dann auf dem „Pfandlerhof“ und zuletzt auf der „Pfandleralm“ bei St. Martin im Passeier.
Franz Raffl, Grubhofbauer in Prantach, entdeckt Andreas Hofer auf der Pfandleralm. Hofer gibt Raffl einen Geldbetrag als „Schweigegeld“. Raffl gelobt mit Handschlag, Hofer nicht zu verraten.
Andreas Hofer wird von den Franzosen durch den Verrat von Franz Raffl in den frühen Morgenstunden auf der Pfandleralm vom französischen Hauptmann Renouard mit etwa 600 Soldaten verhaftet. Mit ihm werden seine Frau Anna, sein 15-jähriger Sohn Johann und sein Schreiber Kajetan Sweth verhaftet und nach Meran geführt.
Andreas wird vom französischen General Huard de Saint-Aubin in Meran im Gasthof „Goldener Adler“ (späterer Name „Zum Grafen von Meran“) verhört. Der Raum des Verhörs trägt jetzt noch den Namen „Hofer Stube“. Ob Andreas Hofer die Nacht im Gefängnis von Meran verbrachte oder weiter nach Bozen transportiert wurde, ist nicht geklärt.
Andreas Hofer wird in Bozen im St. Afra-Haus verhört und von mehreren hochrangigen französischen Offizieren in der Gefängniszelle besucht. In der folgenden Nacht nimmt Andreas Hofer von seiner Frau und seinem Sohn Abschied, die am Morgen von ihm getrennt werden. Nur sein Sekretär Kajetan Sweth bleibt bei Hofer.
Hofers Frau und sein Sohn werden in Bozen nicht zuletzt durch die Unterstützung durch Frauen aus Bozen freigelassen, vor allem von Maria Anna von Pach, aber auch der deutschstämmigen Gattin des französischen Generals Baraguay d’Hilliers.
Andreas Hofer wird für eine Nacht in Neumarkt an der Etsch im Gerichtsdienerhaus im Unteren Markt gefangengehalten. Dort besuchte ihn sein Freund Vinzenz Pühler, der einen Brief an Hofers Frau Anna weiterleitete.
Andreas Hofer wird um 15.00 Uhr auf dem Domplatz von Trient öffentlich zur Schau gestellt und am Folgetag weiter nach Rovereto transportiert.
In Ala verbringt Hofer seine letzte Nacht auf Tiroler Boden im Palazzo Taddei. Dabei habe sich für ihn die Möglichkeit zur Flucht aufgrund von Kohlenmonoxid-Dämpfen geboten, durch die das Wachpersonal betäubt wurde. Andreas Hofer habe anstatt zu fliehen Hilfe geholt.
Der Gefangenentransport mit Andreas Hofer und Kajetan Sweth kommt in Mantua an. Die Bürger von Mantua wollen Hofer freikaufen.
Anordnung durch Napoleon, Andreas Hofer erschießen zu lassen.
Militärgericht in Mantua. Der Staatsanwalt Dr. Brulon fordert die Todesstrafe, der Verteidiger – der Mantueser Rechtsanwalt Dr. Gioacchino Basevi – plädiert für Freispruch. Bei Tagesanbruch wird Andreas Hofer das Todesurteil verkündet.
ETWA 11 UHR VORMITTAGS
Erschießung durch französische Soldaten bei der Porta Giulia in Mantua. Der Leichnam wird auf dem Friedhof der Kirche San Michele beigesetzt.
Vertrag von Paris.
Tirol wird auf drei Herrschaftsteile aufgeteilt.
Pariser Verträge. Tirol wird wieder frei.
Fünf Offiziere des 1. Bataillons der Tiroler Kaiserjäger exhumierten auf Betreiben von Leutnant Georg Hauger – der einst mit Andreas Hofer kämpfte – den Leichnam Andreas Hofers. Die Gebeine werden in einer leeren Munitionskiste mitgenommen.
Bataillons-Oberarzt Dr. Murko setzt in Trient die Gebeine zusammen, die in einer Holzkiste untergebracht und später nach Bozen gebracht werden, wo die Gebeine in einen Eichensarg umgebettet werden.
Kaiser Franz ordnet die Beisetzung Andreas Hofers in der Innsbrucker Hofkirche an.
Kaiser Franz ordnet zudem eine Untersuchung an, da „das eigenmächtige und ohne allen Befehl und höherem Vorwissen“ begangene Handeln der Kaiserjäger-Offiziere nicht im Sinne des Hofes war. Neben Leutnant Hauger betraf dies Hauptmann Alexander Chevalier de Rocqueville, Hauptmann Johann von Rumpelmayer, Hauptmann Eduard Freiherr von Sternbach und Oberleutnant Josef Schön. Nach der Anordnung eines ein- bis dreimonatigen Arrestes blieb es bei einer „angemessenen Zurechtweisung“ der Offiziere, nicht zuletzt durch die Unterstützung durch Feldmarschallleutnant Franz Philipp Fenner Freiherr von Fennberg wegen der „edlen Beweggründe“ der Beschuldigten.
Andreas Hofers Leichnam kommt in Innsbruck an.
Beisetzung von Andreas Hofer in der Innsbrucker Hofkirche, die offiziell erst am 24. Februar bekanntgegeben wird.
Das Lied „Zu Mantua in Banden“ wird von Julius Mosen verfasst. Die Melodie des „Andreas Hofer-Liedes“ wird später von Leopold Knebelsberger komponiert.
Einweihung des Andreas Hofer-Denkmals in der Hofkirche Innsbruck, das erst im November 1937 endgültig fertiggestellt wurde. Der schwarze Trauerflor an der Statue Andreas Hofers wurde nach der Teilung Tirols angebracht.
Kaiser Ferdinand I. kaufte nach dem Tod von Andreas Hofers Witwe Anna den hoch verschuldeten Sandhof.
Georg Hauger stirbt in Wien und wird 1935 ebenfalls in die Hofkirche überführt, wo er in der Nähe Andreas Hofers beigesetzt wird.
© Tiroler Landesmuseen/Hofkirche, Foto: Watzek
Kaiser Franz Joseph I. reiht Andreas Hofer in die Liste der „berühmtesten, zur immerwährenden Nacheiferung würdiger Kriegsfürsten und Feldherren Österreichs“ ein, wodurch in der Ruhmeshalle des Heeresgeschichtlichen Museums in Wien eine Statue von Hofer errichtet wird.
Der Münchner Maler Michael Zeno Diemer erschafft das Riesenrundgemälde der 3. Bergiselschlacht. Das Gemälde wird 2011 im Bergisel-Museum neu installiert.
Kaiser Franz Joseph I. besucht den Sandhof aus Anlass der 90-Jahr-Feier des Tiroler Aufstandes. Bei dem Fest wird die Andreas Hofer-Gedächtniskapelle mit einem Bilderzyklus des Malers Edmund von Wörndle zum Leben Andreas Hofers eingeweiht.
Das „Andreas Hofer-Lied“ wird Tiroler Landeshymne.
Italienische Neofaschisten des „Corti Franchi Italiani“ (Italienisches Freikorps) sprengen das Denkmal Andreas Hofers an der Hinrichtungsstätte in Mantua.
Italienische Neofaschisten der Jugendorganisation „Giovane Italia“ sprengen das Andreas Hofer-Denkmal am Bergisel in Innsbruck.
Italienische Neofaschisten sprengen das Denkmal Andreas Hofers in Meran.
Einweihung des Andreas Hofer-Parks und des Denkmals in Mantua am Ort der Hinrichtung.