Grenzschutz in Tirol

Das Deutsche Alpenkorps auf dem Durchmarsch in Richtung Fleimstal am San-Lugano-Pass
Foto: Sammlung Michele Simonetti

Kraftwagenkolonne 625 in Bozen, Waltherplatz
Foto: Sammlung Peter Tschernegg/Dornbirn

Feldgendarmerie
Foto: Sammlung Peter Tschernegg / Dornbirn

Hatte denn das Alpenkorps etwas verändert? Hatte das Alpenkorps überhaupt etwas bewirkt? Durchaus! Denn zum einen waren die Italiener tatsächlich daran gehindert worden, nach Bayern durchzubrechen. Ob das ohne die Alpenkorps-Division und nur mit den verfügbaren milizartigen Orts- und wenigen regulären Kräften gelungen wäre, ist zumindest fraglich. Deutlich sichtbare – „nachhaltige“, wie man heute politisch korrekt sagen würde – Spuren hinterließen die Deutschen hinsichtlich der Verbesserung der Tiroler Verkehrsinfrastruktur. Als sie im Herbst 1915 abzogen übergaben sie den Österreichern ein für die damaligen Verhältnisse sehr gut ausgebautes Netz aus befestigten Wegen, Autostraßen und sogar Seilbahnen, „auf denen die elektrische Kraft die Bedürfnisse der Feldwachen leicht und spielend über schwindelnde Tiefen hinweg heraufbeförderte.“[14] Für deren Bau wurden neben ungarischen Arbeitertrupps und Ruthenen übrigens auch tausende russische Kriegsgefangenen herangezogen[15] – was nach damaligem Völkerrecht legitim und legal war. Auch waren diese Russen keine rechtlosen Zwangs-Arbeitssklaven wie ihre unglücklichen Kameraden im nächsten Weltkrieg.

[14] Von Rango, S. 103.
[15] Ebd., S. 63 u. S. 68.
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