Die Beendigung des Aufmarsches nach erfolgter Kriegserklärung

General der Infanterie Svetozar Boroević (von Bojna; 1856–1920)
Foto: https://de.wikipedia.org/wiki/Svetozar_Boroević_von_Bojna#/media/Datei:Svetozar_Boroëvić_von_Bojna_1914.jpg

Bis zum Abend des 27. Mai trafen achtzehn Bataillone und drei Batterien des XV. Korps und vierzehn Bataillone und sechs Batterien des XVI. Korps im Kampfraum ein. Die 48. Infanterietruppendivision (ITD) befand sich erst im Anrollen. Am folgenden Tag gliederte General der Infanterie Boroevic seine Armee in vier Abschnitte:

I: General der Infanterie Fox XV. Korps (1. und 50. ITD)
II:     Feldzeugmeister Wurm XVI. Korps (18., 58. und 93. ITD)
III.    Feldmarschallleutnant Heinrich Goiginger (57. und 94. ITD)
IV:     Generalmajor Maric

Die Italiener, die sich unterdessen laufend verstärkten, setzten sich vor der 5. Armee fest. Die Begegnungsgefechte gewannen an Intensität.
Am 3. Juni löste das AOK noch zwei Gebirgskanonenbatterien und eine Gebirgshaubitzenbatterie sowie das Landwehrinfanterieregiment 4 im Nordosten ab und befahl den Transport an die Südwestfront.[7]

Da gegenwärtig keine serbische Offensive nach Bosnien zu erwarten war, löste das AOK mit Mitternacht auf den 5. Juni die Armeegruppe Tersztyanszky vom Kommando der Südwestfront los und unterstellte sich diese direkt.[8] Am 7. Juni wurden zur Verstärkung der Südwestfront für Tirol das Landesschützenregiment I, die Gebirgshaubitzdivision 8 und die 44. Landwehrinfanterietruppendivision (LITD) aus Galizien dem Kommando der Südwestfront zur Verfügung gestellt. Die Landesschützen und die Artillerie rollten nach Trient, die 44. LITD an die Linie Görz-Haidenschaft.[9]

[7] AOK Qu.-Abteilung Ktn. 2785, Feldtransportwesen, Eb. Nr. 2726, 3. Juni 1915, ÖStA/KA.
[8] AOK Op.-Abteilung I-Gruppe Ktn. 526, Op. Nr. 11.172, 4. Juni 1915, ÖStA/KA.
[9] AOK Qu.-Abteilung Ktn. 2785, Feldtransportwesen, Eb. Nr. 2841, 9. Juni 1915, ÖStA/KA.
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