Kärnten: Ein Land eilt zu den Waffen

Postkarte der Kärntner Freiwilligen Schützen aus dem Jahre 1915

Als die italienische Kriegserklärung unmittelbar bevorstand, sah sich Kärnten ebenso bedroht wie Tirol. Und genauso wie in Tirol waren es die Freiwilligen, die das Land retteten.

„Der Einsatz der Kärntner Selbstverteidigung hat überhaupt erst den Ausbau sowie das Halten der Karnischen und Julischen Front ermöglicht. Dadurch konnten, trotz des unglücklichen Kriegsausganges, das Gail- und Lesachtal sowie der Karnische Hauptkamm Teile Kärntens verbleiben. Hätte man diese Regionen bereits 1915 aufgegeben, so wäre es mehr als fraglich, ob sie heute noch zu Kärnten gehören würden. An diesem Beispiel zeigt sich, wie groß und bis heute unermesslich wertvoll der unter schrecklichen Opfern erbrachte Einsatz der Kärntner Freiwilligen Schützen war; dies sollte niemals vergessen werden.“

Kärntner Freiwillige Schützen (Zeichnung von Karl Kraus)

Vereidigung einer Hochgebirgskompanie auf der Rattendorfer Alpe auf dem Karnischen Kamm, in der zahlreiche Kärntner Freiwillige Schützen dienten

Feldwache der Kärntner Freiwilligen Schützen

Verluste und Erkrankungen lichteten die Reihen der Freiwilligen Schützen. Am 12. Juli 1915 mussten die ganz Jungen, die Knaben unter
17 Jahren, an das Ausbildungskader des Rittmeisters von Lichem nach Wolfsberg abgegeben werden, um dort eine gründlichere Ausbildung zu erhalten.

Sie setzten ihren Dienst im Baon „Von Lichem“ fort und fochten dort Schulter an Schulter mit den Salzburgern und Steirern.

Als sich die Lage an der Front durch das Eintreffen von Truppen des Feldheeres entspannt hatte, wurden die nicht Frontdiensttauglichen, die bislang in der vordersten Linie hatten aushalten müssen, aus der Front gezogen und in das Hinterland zum Wachdienst eingeteilt. Aus den verbleibenden Fronttauglichen wurden vier Baone gebildet, die zusammen nun ein Regiment Freiwilliger Kärntner Schützen ergaben.

Das Einsatzgebiet der Freiwilligen Schützen: Blick von der Königsspitze auf den Cevedalepass

Eine Maschinengewehrabteilung der Kärntner Freiwilligen im Ortlerabschnitt

Sturmpatrouille der Kärntner Schützen auf dem Ortler

Erinnerungen an die Leistungen der Kärntner Freiwilligen im Weltkrieg und im Abwehrkampf: Oben links das Kragenabzeichen der Freiwilligen Schützen, darunter Sturmtrupp-Mützenabzeichen und Blusenabzeichen. In der Mitte das Kärntner Kreuz für Tapferkeit im Abwehrkampf. Rechts oben Erinnerungsmedaille 60 Jahre Volksabstimmung in Kärnten, rechts unten Erinnerungsabzeichen für die Teilnahme am Abwehrkampf.

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