Bergführerkompanien

Die Kämpfe im Hochgebirge, insbesondere an der Dolomitenfront, zeigten bald schon die Notwendigkeit besonderer Spezialformationen.

Erkundungspatrouille in einer Gletscherspalte
Foto: Österr. Kriegsarchiv Wien

Das Bergführertruppenkommando der 10. Armee hatte seinen Sitz mit dem alpinen Hauptdepot in Bozen. Ihm unterstanden die Bergführerkommanden des Truppenkommandos Erzherzog Peter Ferdinand, ferner des 20. Korpskommandos sowie das der 56. Schützendivision. Diesen drei Kommanden waren nachstehende Bergführerkompanien (BFKp) unterstellt: BFKp Nr. 1 Ortlergebiet, BFKp Nr. 10 Marmolata, BFKp Nr. 2, 9 und 11 Adamello bzw. Tonale, BFKp Nr. 3, 12 und 13 südliches Adamellogebiet bis Riva, BFKp Nr. 4 Lafraun und Bielgereuth. Dem Bergführerkommando der 11. Armee unterstanden BFKp Nr. 5, 6, 7 und 8.

Die Aufstellung der Einsatzgebiete der Bergführerkompanien hatte nur bis 1917 Gültigkeit. Nach Rückzug der Italiener aus dem Dolomitengebiet verlagerte sich das Kampfgeschehen an die westliche Reichsgrenze.[3]

Hauptmann Bilgeri gelang es in dieser Phase auch, eine Art ständige Fortbildungseinrichtung für die bis dahin ausgebildeten Bergführer und alpinen Referenten einzuführen. Dazu wurden zuerst unregelmäßig und in weiterer Folge monatlich für Bergführer, alpine Referenten und Kommandanten Zusammenkünfte in Bozen organisiert, die dort Erfahrungen, Lehrmethoden und lehrreiche Erlebnisse bei hochalpinen Kampfhandlungen ausgetauscht und ihre Lehren daraus gezogen haben. Das war natürlich für den gesamten Bereich des Kampfes im Gebirge sehr förderlich und trug zur Vereinheitlichung der Ausbildung bei.

[3] Rigele, Fritz: Die k.u.k. Bergführertruppe im Weltkrieg, Zeitschrift des DuOeAV 1928, S. 261.
Cookie Consent mit Real Cookie Banner