Fahnen und Vereidigung der Standschützen

Tiroler Volkskunstmuseum, Archiv, Akt Fahnen aus Südtirol [ohne Signatur]

Eine Vereidigung von Standschützen in Vorarlberg am Freitag, dem 15. Dezember 1944. Auf dem Spiegel der Fahne kann man den Wortteil „Vorarl“ erkennen. Auf dem Stahlhelm des rechts von der Fahne stehenden Standschützen sieht man das Abziehbild der Deutschen Polizei.
Foto: APA PictureDesk

Die oben erwähnte Fahnen-Anordnung Bormanns gestattete es, die „örtliche Tradition“ mit Einverständnis des Kreisleiters zu berücksichtigen. Bei den Vereidigungen von Standschützen nördlich und südlich des Brenners sowie westlich des Arlbergs wurden sicher sehr oft auch alte Schützenfahnen mitgeführt. In Schlanders erfolgte um Weihnachten 1944 die Vereidigung von Standschützen des Kreises Schlanders, die von einem Ausbildungslehrgang heimgekehrt waren und von Kreisleiter Wielander unter Eid genommen wurden. Bei dieser Veranstaltung nahmen neben den Standschützeneinheiten Vertreter aller Gliederungen, ein Zug der Polizei, Standschützen von Schlanders und Umgebung in Tracht mit alten Schützenfahnen und zwei Musikkapellen Aufstellung. Der Kreisleiter verlas die Kampfsätze der Standschützen und sprach die Eidesformel, die von den Standschützen mit zum Schwur erhobener Hand laut nachgesprochen wurde.[5]

[5] Artikel „Kreis Schlanders – Vereidigung der Standschützen“, in: Bozner Tagblatt vom 27.12.1944, Landesbibliothek Dr. Friedrich Teßmann.

 

Vereidigung in Schlanders
Foto: Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Innsbruck

Flugzettel mit der Angabe, welche Gegenstände dringend gebraucht wurden
Foto: Bestand Herbert Slatner, Wien

Liste per 25. Jänner 1945 mit von der Deutschen Polizei an die Stand-schützen gelieferten Bekleidungs- und Ausrüstungsstücken
Foto: Südtiroler Landes-archiv Bozen, Nachlass Christoph Hartung von Hartungen, Position 18, fol. 119

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