Militär-Bergführerauszeichnung mit Legitimation
Militär-Bergführerauszeichnung mit Legitimation
Die Bergführerauszeichnung wurde am 28. Juni 1918 für zu „Militärbergführern“ ernannte „Angehörige der Bergführerformationen“ eingeführt. Dr. Erwin Merlet, ein Arzt aus Meran, soll auf Ersuchen des Alpin-Spezialisten Oberst Georg Bilgeri das Abzeichen entworfen haben, das als erstes Militär-Bergführerabzeichen betrachtet werden kann. Die Metall-Auszeichnung wurde in sehr geringer Stückzahl verteilt und ist daher äußerst selten. Zudem ist in der Fachwelt kein einziges Exemplar mitsamt der Legitimation für den Träger der Auszeichnung bekannt!
Die Auszeichnung wurde von vielen Bergführern auch nach dem Krieg und noch im Zweiten Weltkrieg getragen.
Militär-Bergführerauszeichnung des Leutnant Franz Haller aus Meran
Die Art der Befestigung der Auszeichnung – eine angelötete Nadel – entspricht nicht der ursprünglichen Version, die ziemlich sicher aus drei Metallnadeln bestand, die links und rechts sowie am unteren Ende des Eispickels angebracht waren. Dies dürfte sich als ungeeignet erwiesen haben, sodass viele der Bergführer, denen die Militär-Bergführerauszeichnung verliehen wurde, diese Befestigung abändern ließen. Die wenigen erhaltenen Original-Auszeichnungen weisen mit ziemlicher Sicherheit auf diese Abänderungen hin. Am Beispiel der Auszeichnung des Leutnant Haller ist klar erkennbar, dass die erkennbare Metallnadel nachträglich angelötet wurde, während die ursprünglichen drei verbiegbaren Nadeln entfernt wurden.
Legitimation zum Tragen der Militär-Bergführerauszeichnung des Leutnant Franz Haller