Wichtig ist also die Unterscheidung:
Wichtig ist also die Unterscheidung:
- Schützenkompanien dienten nach 1848 der Pflege von Brauchtum, Schießsport und patriotischem Bewusstsein. Sie waren von der Ausrichtung her zivil und trugen meist eine lokale Tracht.
- Standschützen waren ab 1887 eine offiziell anerkannte Miliz, freiwillig in Schießständen organisiert, aber klar militärisch verfasst – nur in Tirol und Vorarlberg zugelassen. Eine militärische Uniform trugen sie nur im Kriegsfall, meist erst ab 1915.
Allerdings wurden die Begriffe Schützenkompanien und Standschützen nicht nur in der Literatur, sondern selbst von den Betroffenen immer wieder vermischt und nicht konsequent getrennt. Daher ergeben sich im Einzelfall zusätzlich begriffliche Überschneidungen.
Die Zweiteilung dieser Begriffe ist entscheidend, um die Entwicklung der Tiroler Schützen im 19. und frühen 20. Jahrhundert zu verstehen.
Montaner Bevölkerung am k.k. Gemeindeschießstand im Jahre 1908. Neben der hohen Geistlichkeit, der Feuerwehr und der Musikkapelle nahm eigentlich die ganze Dorfbevölkerung regen Anteil am Schießstandleben, das von den Schützen teils amtlich über die Standschützen, teils vereinsmäßig über die Schützenkompanie organisiert wurde. Nicht selten standen diese beiden letzteren Einheiten in manchen Orten sogar in Konkurrenz zueinander.
Quelle: Archiv Elmar Thaler
Schützenkompanie Montan in Friedenszeiten, wenige Jahre vor dem Ersten Weltkrieg. Die Montur war zwar einheitlich, jedoch nicht militärisch – oftmals bestand die Bekleidung aus der ortsüblichen Tracht oder eben, wie hier, einer einheitlichen trachtigen Hose und einem Rock samt passendem Hut.
Quelle: Archiv Elmar Thaler
Marketenderinnen der Schützenkompanie Montan. Auch Frauen rückten mit der Schützenkompanie aus, als Marketenderinnen.
Quelle: Archiv Elmar Thaler
Mitglieder der Trudner Schützenkompanie kurz vor dem Ersten Weltkrieg. Sie waren, anders als die Montaner, in Tracht gekleidet, mit Lederhose und gesticktem Bauchgurt.
Quelle: Archiv Elmar Thaler