Das Kriegsjahr 1918
Das Kriegsjahr 1918
Mit Beginn des Jahres 1918 standen die Standschützen bereits zweieinhalb Jahre im Feldeinsatz. Die Mannschaftsstärke war bei den Bataillonen durchwegs auf Kompaniestärke geschrumpft, nur die Bregenzer und die Bezauer Einheit umfassten noch jeweils zwei Kompanien und wurden als Halbbataillone geführt. Der Kampfwert hatte aber durch die ständige Ausbildung und die Kampfeinsätze das Niveau einer regulären Einheit erreicht. Durch den Wegfall des Kampfgeschehens an der Dolomitenfront verlagerte sich nunmehr das Einsatzgebiet der Standschützen in Richtung Westen in das Gletschergebiet des Adamello, der Presena und des Ortler. Hier waren vor allem gebirgstaugliche Truppen gefragt, was natürlich auch auf die Tiroler und Vorarlberger Standschützen zutraf.
Nach dem spektakulären Gefecht vom Juni 1915 am Presenagletscher war es vorerst in der Gletscherregion ruhig geworden. Die Italiener hatten aber aus ihrer damalige Niederlage ihre Lehren gezogen und begannen nun, Zugangswege für weitere Angriffsaktionen anzulegen. Durch größere Kriegsgeschehen an anderen Fronten gelang es den Italienern, fast unbemerkt in den nächsten zwei Jahren die Frontlinie in der Gletscherzone Richtung Osten zu verschieben. Der Corno di Cavento wurde am 15. Juli 1917 von den Italienern erobert, wobei der Kommandant der Kaiserjäger Streifkompanie Nr. 1, Oberleutnant Hecht von Eleda, ums Leben kam. Die Italiener konnten durch die Stationierung von Artilleriebeobachtern auf beherrschenden Gipfeln vor allem die Nachschubwege der österreichischen Truppen in diesem Abschnitt kontrollieren. Wohl gelang es den Österreichern am 15. Juni 1918 den Gipfel zurückzuerobern, dies war aber nicht von langer Dauer. Am Lares-Gletscher, der dem Corno di Cavento vorgelagert ist, mussten die Österreicher ein Stollensystem mit einer Gesamtlänge von elf Kilometern anlegen, um den Nachschub für ihre hochalpinen Truppen gewährleisten zu können. Der Höhenunterschied im Stollensystem vom Stützpunkt Pozzoni bis zum Gipfel des Corno di Cavento betrug 500 Meter.
Der Lares-Gletscher, im Hintergrund der Corno di Cavento
Für die Bregenzer Standschützen kam bereits Ende November der ersehnte Abmarschbefehl. Erneut zog die Einheit durch das Gadertal hinaus, wo man am 1. Dezember Bruneck im Pustertal erreichte. Nach Verladung in einen Eisenbahnzug ging die Fahrt in Richtung Süden bis Trient, das man am nächsten Tag erreichte. Nach Nächtigung in der Madruzzokaserne begann ein längerer Fußmarsch über Vezzano und Sarche nach Arco am Gardasee. Alle Männer des Bataillons waren über diesen Stellungswechsel erfreut. Monate hatten sie im Eis und Schnee der Dolomiten verbracht und nun konnten sie zu Palmen, Oliven, Orangen und Zitronen wechseln. Vorher gab es nur Schneewasser zur Durstlöschung und von nun an Wein in Hülle und Fülle. Auch die Anwesenheit von Zivilisten machte sich angenehm bemerkbar, hatte man es doch die letzten Monate nur mit Personen in Uniform zu tun.
Die 1. Kompanie musste sich alsbald vom städtischen Leben verabschieden, ihr wurde die Besetzung der Grotta Dazi aufgetragen. Von Arco ging es zu Fuß nach Varone, wo eine Schwebebahn die Mannschaft zur Rochetta brachte. Ein schmaler Felssteig führte zur Grotta Dazi, von wo aus sich dem Betrachter ein herrliches Panorama bot. Zu Füßen der tiefblaue Gardasee, direkt senkrecht unter der Felswand die Ortschaft Riva und viele kleine Orte rund um den See.
Den Standschützen wurde die Besetzung der Feldwachen übertragen, wovon die strategisch wichtigsten die Vasutinwache, die Felsenwache und die Plateauwache waren. Hier entdeckte Zugsführer Nussbaumer eine Minengruppe, die von den Italienern, die vorher im Besitz dieses Plateau-Stützpunktes gewesen waren, gelegt worden war. Die gelegten Minen wurden unschädlich gemacht und die Zündleitung, die eine Länge von 50 Metern aufwies, wurde unterbrochen.
Eine Skizze der Plateau-Wache, erstellt von Zugsführer Nussbaumer aus Doren
Nächtliche Patrouillen stießen bis ins Ledrotal vor, ohne in Kampfhandlungen verwickelt zu werden. Gelegentliche Artillerieüberfälle musste man über sich ergehen lassen, aber alles in allem gesehen fühlte man sich hier wohl. Hier feierten die Standschützen ihr drittes Weihnachtsfest im Felde. Ein bescheidener Christbaum und Liebesgaben aus der Heimat verdrängten das Heimweh etwas; mancher Schütze hätte dieses Fest aber doch lieber in der Heimat verbracht. Im April 1918 wurde dem Bataillon die Kompanie Dornbirn zugeteilt. Diese war vorher kurzfristig am Roite-Rücken im Einsatz und wurde nach einer kurzen Rehabilitierung im Vinschgau nach Torbole östlich von Riva del Garda verlegt.
Das Bezauer Halbbataillon wurde auf eine Kompanie reduziert und als vierte Kompanie dem Standschützenbataillon Bregenz zugeführt. Bevor es aber zur Vereinigung mit dem Bregenzer Bataillon kam, gab es für die Bezauer noch eine verlustreiche Angriffsaktion in Judikarien. Ein vom Abschnittskommando befohlener Angriff auf zwei feindliche Feldwachen endete für den Standschützen Josef Kaufmann tödlich, zwei weitere wurden verletzt. Unmittelbar nach dieser Aktion kam es zur Verlegung in das Lager Pedruc im Val Genova, wo man den Zusammenschluss mit den restlichen Kompanien des Bregenzer Bataillons abwartete.
Die Standschützenkompanien von Bludenz, Feldkirch und Rankweil trafen sich im Kampfgebiet am Tonale wieder. Die Rankweiler Standschützen wurden bereits Anfang Jänner ins Val di Sole nach Vermiglio verlegt und bezogen im März Stellungen nördlich des Tonalepasses. Die unzureichende Verpflegung in den Höhenstellungen sorgte nicht für eine optimale Stimmung innerhalb der Mannschaft. Außerdem wurde dem verantwortlichen Proviantoffizier verboten, sich zusätzliche Verpflegung für die Truppe aus dem Hinterland zu beschaffen. Ende April wurden die Rankweiler Standschützen aus dieser Verteidigungslinie herausgezogen und südlich des Passes auf den Monticellohang verlegt.
Die Feldkircher Standschützen wurden am 9. Jänner von Massimeno aus nach Pelugo verlegt, wo sie zusammen mit der Hochgebirgskompanie Nr. 25 einen 14-tägigen Sturmkurs absolvierten. Ende Jänner erreichte die Kompanie in einem zweitägigen Marsch ihr neues Einsatzgebiet, das Val Genova. Vom Stützpunkt Tamale aus hatten die Standschützen die Höhenstellungen auf der Rochetta zu besetzen, und zwar die Feldwachen III bis VI. Ende April ging es wieder talauswärts nach Pinzolo, wo eine Ergänzung der Ausrüstung vorgenommen wurde. Während eines dreitägigen Marsches gelangte man über Madonna di Campiglio nach Vermiglio ins Val di Sole, das schon seit einigen Tagen heftig von der italienischen Artillerie beschossen wurde.
Der Weg der Bludenzer Standschützen war ein ähnlicher wie der der Feldkircher. Die Bludenzer waren ebenfalls ab Jänner im Val Genova stationiert und waren auf der Rochetta in unmittelbarer Nachbarschaft der Feldkircher Standschützen. Als Anfang Mai die Kampftätigkeit im Gebiet des Tonalepasses zunahm, wurden sämtliche verfügbare Truppen dort in Stellung gebracht. Auf gleichem Weg wie die Feldkircher Kompanie gelangten die Bludenzer Schützen in das neue Einsatzgebiet.
Mitte Juni versuchte die österreichische Heeresführung in einer Angriffsaktion über den Tonalepass in Richtung Ponte di Legno vorzustoßen. Um der Operation unter dem Decknamen „Lawine“ überhaupt eine erhoffte Erfolgsaussicht zu geben, mussten zuerst die starken Verteidigungsstellungen der Italiener am Pass niedergekämpft werden. Große Mengen an Geschützen und Munition wurden auf österreichischer Seite im Val di Sole konzentriert, was die italienische Seite zu starkem Artilleriebeschuss veranlasste.
Das Monticellolager
Die drei Vorarlberger Kompanien wurden zur Verteidigung der Stützpunkte VIII bis XIV am Monticellohang eingesetzt. Am 22. Mai eröffneten die Italiener ein schweres Artilleriefeuer auf die Stellungen am Monticello, wobei ein Volltreffer eine Baracke auf dem Stützpunkt XIV zerstörte. Neben zwei Landsturmleuten wurden Oberleutnant Himmer und Standschütze Richard Summer, beide Angehörige der Feldkircher Kompanie, Opfer dieses Beschusses. Am nächsten Tag begann ein italienischer Großangriff, dessen Hauptziel die Eroberung der Cima Presena und der Felsgrate des Monticello war. Vom Stützpunkt XIV aus sah man am 26. Mai bei beginnender Tageshelle, wie die italienische Infanterie vom Paradiso-Pass aus zum Angriff vorrückte. Für den Stützpunkt selbst bestand nun die Gefahr, von der Flanke her angegriffen zu werden. Rasch wurde unter dem Kommando des Bludenzer Unterjägers Schallert eine Maschinengewehrabteilung in einer vorgeschobenen Stellung zur Sicherung des Stützpunktes platziert.
Es sollte aber noch schlimmer kommen. Es traf die Meldung ein, dass das rückwärts gelegene Monticellolager bereits in den Händen des Feindes sei und dieser hinter dem Stützpunkt Stellung bezog. Diese Meldung war absolut glaubwürdig, da bereits Munitionslager durch eigene Sprengungen in die Luft flogen, die Artilleristen ihre Geschütze aufprotzten und mit vollem Galopp das Weite suchten. Dasselbe taten auch der Abschnittskommandant Rittmeister Klomser und dessen Adjutant. Wohl riet er den Standschützenoffizieren dasselbe zu tun, denn sonst würden sie in einer halben Stunde als Gefangene über den Tonale gehen, sein Rat wurde aber nicht angenommen.
Hauptmann Gruber von den Feldkircher Standschützen beschloss mit den Offizieren des Feldjägerbataillons Nr. 31, der Landsturmkompanie 2/170 und der Maschinengewehrabteilung 6b/II weiter auf diesen Stützpunkten zu verbleiben und sie zu verteidigen. Bestärkt wurden sie in ihrem Beschluss durch einen neuen Befehl. Dieser lautete, dass jeder, der die Stellung rückwärts verlasse, sofort zu exekutieren sei, egal, welchen Rang er innehätte.
Durch ein gut gezieltes Maschinengewehrfeuer vom Stützpunkt XIV aus gelang es, die Italiener aus dem Monticellolager zu vertreiben. Diese versuchten nun, den für sie störenden Stützpunkt zu stürmen. Zum Glück hatte die italienische Artillerie eine derartige Verwüstung angerichtet, dass das Gelände für einen geschlossenen Angriff nicht genützt werden konnte. Gegen Mitternacht gelang es auf Initiative einiger Offiziere, Verstärkung auf den Stützpunkt zu bringen, die Feldkircher Standschützen abzulösen und auf einen rückwärts gelegenen Stützpunkt zurückzuführen. Die Standschützeneinheit hatte an diesem Tag einige Verwundete zu beklagen, glücklicherweise aber keine Todesopfer.
Nicht so tags darauf die Rankweiler Standschützen, die auf dem Stützpunkt VIII stationiert waren. Da erhebliche Verstärkung herangeführt wurde, hatten die Rankweiler Schützen den Befehl erhalten, die Unterkunftsbaracken nicht zu verlassen. Bei dem um zehn Uhr vormittags beginnenden Artilleriefeuer der Italiener traf der erste Schuss die voll besetzte Unterkunftsbaracke der Rankweiler. Die Wirkung war entsetzlich. Sofort oder unmittelbar danach verstarben 14 Standschützen, weitere 20 erlitten Verletzungen. Der Personalstand der Kompanie hatte sich auf einen Schlag auf die Hälfte reduziert. Die Einheit wurde noch am selben Tag abgelöst und zum Werk Strino verlegt. Die Beerdigung der Opfer erfolgte am 30. Mai auf dem Friedhof von Ossana.
Am 2. Juni kam der Befehl, sich mit der Standschützenkompanie Feldkirch zu vereinen. Der bisherige Oberleutnant Knünz der Rankweiler Standschützen wurde zum Hauptmann befördert und zum neuen Kompaniekommandanten eingesetzt. Fast zur selben Zeit kam es zur Ablösung der Bludenzer Schützen, die nun mit der Kompanie Feldkirch-Rankweil der Standschützengruppe II zugeteilt wurden und in ein neues Einsatzgebiet, dem Pejotal verlegt wurden.
Der Soldatenfriedhof von Ossana
Die drei Kompanien des Bregenzer Bataillons wurden Ende Mai unter Aufbietung aller Verkehrsmittel vom Gardasee aus nach Pinzolo-Carisolo gebracht. Mit voller Gebirgsausrüstung ging es durch das Val di Genova der Gletscherwelt entgegen. Für einen Teil der Einheit war das Ziel das Lager in Pedruc, der andere Teil bekam den Befehl, von Fontanabona aus am Lares-Gletscher Stellung zu beziehen. Dieser Stellungsbereich war jedoch von Fontanabona aus nicht mehr zugänglich, so wurde ihnen als neues Einsatzgebiet der Stützpunkt Pozzoni zugewiesen. In Pedruc war ein großes Basislager im Entstehen. Die Bezauer Schützen, die nun die 4. Kompanie des Bataillons bildeten, waren bereits einige Tage vorher dort eingetroffen. Von hier aus sollte die Wiedereroberung der beiden Gipfel Cima del Cigolon und Cima Presena eingeleitet werden. Der enge Talkessel glich einem Ameisenhaufen und lag im Schussbereich der italienischen Artillerie.
Alle dahin abkommandierten Standschützen beschrieben ihre dortige Situation als äußerst negativ, angefangen von unklaren Kommandoverhältnissen, fehlenden Unterkunftsmöglichkeiten bis hin zu schikanöser Behandlung der Standschützen durch Offiziere des Heeres. Die Standschützen wurden eingesetzt, um in strapaziösen Märschen den Nachschub in die Höhenstellungen von Ronchina, den Segnipass, der Busazza zu bringen.
Noch nie wurde ein Befehl so schnell befolgt wie jener, der die Ablöse der Bregenzer Standschützen aus dem Lager Pedruc kundtat.
Bevor die Versetzung in ein neues Einsatzgebiet erfolgte, wurden neun Standschützenoffiziere im Juli altersbedingt in die Heimat entlassen, die Abgänge durch Wahlen unter den Schützen neu besetzt. Die 1. und 2. Kompanie wurden dem Unterabschnitt Nardis zugewiesen, die 3. Kompanie (Dornbirn) kam ins Adamellogebiet und die 4. Kompanie (Bezau) bezog auf Rochetta die Stellungen.
Im Adamellogebiet wurde die 3. Kompanie in Kampfhandlungen verwickelt. In einem dreitägigen Marsch gelangte man über Borzago nach Pozzoni, einem Stützpunkt auf 2.900 Metern Höhe. Der Stützpunkt bildete die zweite Verteidigungslinie in diesem Frontabschnitt. Zudem musste von den Standschützen durch die mehrere Kilometer langen Eisstollen der Nachschub auf den Corno di Cavento gebracht werden. Am 18. und 19. Juli leiteten die Italiener ein starkes Trommelfeuer auf die Spitze des Corno di Cavento und auf die rückwärts liegenden Stellungen ein. Die auf dem Gipfel stationierte Hochgebirgskompanie Nr. 29 war total isoliert und hatte schwere Verluste durch das Artilleriefeuer zu beklagen. Dem anschließenden Sturmangriff der Alpini hatte sie nichts mehr entgegenzusetzen, einige der Verteidiger konnten sich bis Pozzoni durchschlagen und vom Verlust der Gipfelstellung berichten. Gegen Mittag des 19. Juli setzte das eigene Artilleriefeuer ein, um einen geplanten Gegenangriff zu unterstützen. Während des Artillerieduells traf eine Granate die Rechnungskanzlei der Standschützen. Oberjäger Franz Lässer und Unterjäger Erich Mayer wurden dabei so schwer verletzt, dass beide unmittelbar danach verstarben. Zwischen dem Corno di Cavento und dem Stützpunkt Pozzoni lag die Riegelstellung Foletto. Leutnant Deuring und 50 Mann wurden zur Verstärkung dieser Stellung dorthin befohlen. Ein Feldgeistlicher erteilte den Abgehenden die Absolution, denn es war ungewiss, ob jemand von diesem Einsatz zurückkehren würde. Die Italiener gaben sich aber mit der Eroberung der Gipfelstellung zufrieden und unterließen weitere Angriffe. Am 9. August erfolgte die Ablösung der Dornbirner Kompanie.
Die Dornbirner Standschützen auf Pozzoni vor dem Abmarsch zur Riegelstellung Foletto
Foto: Stadtarchiv Dornbirn, Fotosammlung Franz Beer
Wieder ging es durch das Val di Genova der Bergwelt entgegen. Bezogen wurde eine Stellung in zweiter Linie der Forstinger Wache. Vier Tage später wurde eine vorgeschobene Feldwache auf Pozza Bella Ziel eines italienischen Angriffs. Dem Kommandanten, Standschützenunteroffizier Franz Peer, gelang es, mit seinen Männern drei feindliche Angriffe abzuwehren. Dem Standschützen Josef Schwendinger wurde durch einen Granatsplitter ein Bein abgetrennt. Der Unglückliche musste den ganzen Tag in der Stellung verbringen, ehe es am Abend gelang, die Besatzung abzulösen und ihm eine ärztliche Versorgung zukommen zu lassen. Er überlebte den Krieg als Invalide.
Als der Dornbirner Kompanie Ende Oktober anstelle einer versprochenen Pause neuerlich ein Einsatz in vorderster Linie befohlen wurde, weigerte sich die Mannschaft, diesem Befehl nachzukommen. Es gelang wohl Leutnant Deuring die Mannschaft umzustimmen, zu einem Einsatz kam es aber nicht mehr, die Auflösungserscheinungen der k.u.k. Armee hatten bereits begonnen.
Das Jahr 1918 bis zum Waffenstillstand brachte den Vorarlberger Standschützen folgende Verluste:
Gefallen oder Tod durch Verwundung oder Krankheit: 53 Mann,
der Anteil der in der Heimat als invalid eingestuften Standschützen bis zu diesem Zeitpunkt: 68 Mann.