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Das Deutsche Alpenkorps in Tirol (24. Mai bis 12. Oktober 1915)
Thomas Müller
Der Krieg, der im Sommer 1914 in Europa begann und der sich zur vielzitierten (und fast schon abgedroschenen Phrase) „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ ausweiten sollte, forderte von allen beteiligten europäischen Armeen in den ersten drei Monaten, also während des Bewegungskrieges, prozentual mehr Opfer als die folgenden vier Jahre Stellungskrieg. Die Heere hatten es in der etwa 40 Jahre währenden Friedensphase in Zentraleuropa weitgehend versäumt, ihre Einsatzgrundsätze – hier vor allem die Infanterietaktik – an die neuen Herausforderungen durch die binnen weniger Jahre erfolgten rasanten technischen Fortschritte in der Waffentechnik[1] anzupassen.[2]
[1] Die Vernichtungskraft der neuartigen Maschinengewehre, der Mehrladerepetiergewehre und der schnellfeuernden, weitreichenden Artillerie war für die meisten einfach nicht vorstellbar. Kriege wie der russisch-japanische Krieg von 1904/05, in denen diese Technik bereits eingesetzt wurde, wurden in Europa kaum rezipiert und ausgewertet. [2] Die französischen Infanteristen trugen beispielsweise immer noch knallrote Hosen und „Képis“.
Das Deutsche Alpenkorps in Tirol (24. Mai bis 12. Oktober 1915)
Die „Geburt“ der deutschen Gebirgstruppe
Die Aufstellung des Alpenkorps
Formierung des Alpenkorps in Lechfeld und Brixen
Die erste Kriegsgliederung
Das Alpenkorps wird „erwachsen“
Grenzschutz in Tirol
Alpenkorps und Tiroler Standschützen
Auswahlbibliografie
Medien